Königin der Alpen: die Zirbe

31.7.2017

Der Zirbe wird seit jeher eine schlaffördernde Wirkung nachgesagt. So galt eine Wiege aus Zirbenholz schon vor Jahrhunderten als Geheimrezept bei unruhigen Kindern. Sogar ganze Gaststuben wurden aus dem gelb-rötlichen Holz gefertigt, damit hitzige Stammtisch-Diskussionen nicht überkochten.

Wer sich mit Zirbenholz umgibt, verringert seine Herzfrequenz nachweisbar um rund 3 500 Herzschläge pro Tag.

Sie prägt die europäische Alpenregion so markant wie keine andere Baumart: die Zirbe, auch Zirbelkiefer, Arbe oder Arve genannt. Die „Königin der Alpen“ kann bis zu 1 000 Jahre alt werden und eine Höhe bis zu 25 Metern erreichen. Der genügsame Baum hält übrigens Temperaturen bis -43°C stand.

Intensives Aroma

Zirbenholz hebt sich durch seine lebhafte Zeichnung ab. Bei den zahlreichen Anwendungsgebieten für Körper und Geist spielt vor allem der charakteristische Duft eine zentrale Rolle: Dahinter stecken vielfältige ätherische Öle, die neben dem wohlriechenden Aroma auch für die beruhigende und harmonisierende Wirkung auf den Menschen verantwortlich sind. Es hat sich beispielsweise bewährt, ein wenig Zirbenöl auf den Staubsaugerfilter zu träufeln und so das Raumklima zu verbessern.

Die Zirbe als Heilmittel

Auf die beruhigende Eigenschaft der Zirbe – vor allem in Bezug auf gesunden Schlaf – wird seit Generationen vertraut: Wer in einem Zirbenbett oder auf einem mit Zirbenspänen gefüllten Kissen schläft, verringert seine Herzfrequenz in der Nacht nachweisbar und schont seinen Körper damit um rund 3 500 Herzschläge pro Tag. Die ätherischen Öle entfalten ihre positive Wirkung auch in Duftlampen und helfen gegen Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche sowie mentale Erschöpfung. Kopfschmerzen, unreine Haut, Erkältungen und Nebenhöhlenentzündungen werden durch das Inhalieren von Zirbenöl gelindert. Dafür einfach ein paar Tropfen in heißem Wasser auflösen und den Dampf einatmen. Sogar als Inhaltsstoff in Massageölen kann das Extrakt verwendet werden: Wird es gleichmäßig in die Haut einmassiert, wirkt es durchblutungsfördernd wie entgiftend und kann Muskelverspannungen und Rheuma verbessern.

Hilfreich gegen Insekten

Zirbenholz ist antibakteriell, durch die ätherischen Öle bildet sich kaum Schimmel. Deshalb wird es gerne für Küchenutensilien wie Brotdosen verwendet. Zusätzlich hat es eine insektenabwehrende Wirkung: Studien haben belegt, dass Kleidermotten bei Zirben-Duft der Appetit vergeht und sie sich deutlich weniger fortpflanzen. Daher der Tipp: Etwas Zirbenöl in Wasser auflösen und den Schrank damit ausreinigen oder ein Säckchen mit Zirbenspänen beträufeln. Nützlich sind auch Bretter oder Kleiderbügel aus Zirbenholz, die zwischen die Kleidungsstücke gehängt werden.

Rezept Zirbenschnaps

Frische Zirbenzapfen (beste Pflückzeit: Frühsommer) in kleine Würfel schneiden. In einem Glas mit geschmacksneutralem Schnaps wie Apfel oder Korn aufgießen, gut verschließen und 3 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen. Täglich 1 x umrühren. Danach abseihen und je nach Geschmack mit Zucker & Honig süßen. (Tipp: Kandiszucker besser schon beim Ansetzen verwenden).


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